Facettenschliff

Facettenschliff

Facettiert man einen Edelstein, so werden auf seiner Oberfläche glatte Flächen, Facetten genannt, abgeschliffen. Diese Facetten sind in der Regel in einem streng symmetrischen Muster angeordnet, sodass der Glanz von zumeist durchscheinenden und klaren Edelsteinen, vollends zum Tragen kommt.

Es gibt unterschiedliche Arten von Facettenschliff, von denen einige im Folgenden kurz dargestellt werden:

Facettierte Kugel: Bei diesem Schliff werden Facetten in ein kugelförmiges Schmuckstück, vor allem Anhänger und Tropfen-Ohrringe, geschliffen. Dadurch erstrahlt der Stein durch die zahlreichen Lichtreflexe in strahlendem Glanz.

Herzschliff: Gemäß einer Herzform erhält das Schmuckstück bei diesem Schliff eine Form, die an beiden Rändern abgerundet sind und oben eine Vertiefung aufweist. Hierfür sind vielseitige Facetten nötig, die anspruchsvoll zu schleifen sind.

Hexagonschliff: Mit diesem seltenen Schliff bekommt das Schmuckstück eine sechseckige Form,  die das natürliche Funkeln des Steins unterstreicht.

Marquiseschliff: Dieser Schliff ist auch als „Navette“ bekannt, was „kleines Boot“ bedeutet. Dies deutet auf seine verlängerte ovale Form hin, die Spitzen an den Enden aufweist.

Polki-Schliff: Als Vorgänger des Rosenschliffs weist der Polki-Schliff eine flache Unterseite und eine gewölbte Oberfläche auf. Das Besondere dabei ist, dass die Oberfläche häufig asymmetrisch gestaltet ist, was ihn u.a. bei Vintage-Schmuck beliebt macht.

Prinzess-Schliff: Der beliebte Prinzess-Schliff ist die quadratische Variante des Brillantschliffs und wurde in den 60er Jahren als dessen quadratische Alternative entwickelt. Die Form ähnelt einer auf dem Kopf stehenden Pyramiden, bei der die Ecken abgeschrägt sind. Der Schliff gibt dem Stein eine markante und funkelnde Optik.

Rosenschliff: Der Name dieses Schliffs deutet darauf hin, dass der Schliff an eine sich öffnende Rose angelehnt ist. Der Stein hat eine flache Unterseite und seine Oberseite, auch Krone genannt, ist kuppelförmig. Die Facetten haben eine dreieckige Form und treffen sich im Zentrum des Steins.

Runder Brillantschliff: Dieser Schliff, der von fast allen Diamanten bekannt ist, ist sehr beliebt, da er die Lichtreflexe des Steins maximiert und ihn so ganz besonders funkeln lässt.

Runder Quadratschliff: Bei diesem Facettenschliff bearbeitet man einen runden Stein mit vielen quadratischen Facetten. Mit dieser Technik entsteht in Bewegung ein „Schachbrett-Effekt“, bei dem sich helle und dunkle Quadrate abwechseln.

Sternförmiger Schliff: Diese Schlifftechnik mit fünf eng aneinander Punkte, die den Stein sternförmig aussehen lassen, ist mit seinen 31 oder 36 Facetten sehr aufwändig.